Altshausen - Baden-Württemberg hat beim STADTRADELN 2025 ein deutliches Zeichen gesetzt: Mehr als 51 Millionen Kilometer wurden landesweit erradelt – so viele wie nie zuvor. Und ausgerechnet eine kleine Gemeinde aus Oberschwaben sorgt für die größte Überraschung: Altshausen führt die Landeswertung bei den Kilometern pro Einwohner an.
Rekordjahr für das Rad im Südwesten
233.782 Radelnde waren landesweit aktiv – über 12.000 mehr als im Vorjahr. Gemeinsam legten sie über 51 Millionen Kilometer zurück, ein Plus von mehr als elf Prozent. Der Trend ist eindeutig: Radfahren wird im Land wichtiger, alltäglicher und selbstverständlicher.
Dass sich diese Begeisterung auch regional bemerkbar macht, zeigt ein Blick nach Oberschwaben, wo gleich mehrere Landkreise und Kommunen stark performt haben.
Altshausen fährt an die Spitze
Mit 67,72 Kilometern pro Einwohner liegt Altshausen im Landkreis Ravensburg ganz vorne und setzt sich gegen deutlich größere Kommunen durch. Die Platzierungen:
Altshausen (RV): 67,72 km/Einwohner
Altheim (Alb-Donau): 39,82 km/Einwohner
Emerkingen (Alb-Donau): 36,10 km/Einwohner
Für Altshausen ist dieser Spitzenplatz mehr als eine Randnotiz. Er zeigt, wie stark der oberschwäbische Raum beim Thema Radkultur auftritt – und wie sehr eine kleine Gemeinde große Wirkung entfalten kann, wenn viele mitmachen.
Starke Leistungen aus der Region
Auch der Landkreis Ravensburg überzeugt mit 2.528.971 Kilometern und rangiert landesweit auf Platz drei der Gesamtkilometer-Wertung. Besonders erfolgreich waren zudem die Newcomer-Gemeinden im Süden des Landes, darunter Gutenzell-Hürbel (Landkreis Biberach), die über 44.000 Kilometer sammelte.
Bewegung in Schulen, Unternehmen und Kommunen
Ob auf dem Weg zur Arbeit oder im Schulalltag: Das Radfahren gehört vielerorts längst selbstverständlich dazu.
Das Schulradeln steuerte landesweit rund 10,8 Millionen Kilometer bei – jeder fünfte Kilometer stammt also aus einem Schulteam. Unternehmen wie die Uniklinik Freiburg oder die Aesculap AG in Tuttlingen sammelten gemeinsam gewaltige Distanzen.
Die Initiative RadKULTUR des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg treibt diese Entwicklung seit Jahren voran und übernimmt für Kommunen im Land die Teilnahmegebühren des STADTRADELN-Wettbewerbs.
Was bleibt?
Baden-Württemberg zeigt, wie Radfahren im Alltag verankert sein kann – und wie viel Dynamik entsteht, wenn Kommunen, Vereine, Schulen und Unternehmen gemeinsam aktiv werden.
Für Oberschwaben bedeutet der Rekordwert von Altshausen: Die Region ist nicht nur landschaftlich ideal fürs Rad, sondern auch voller Menschen, die diese Wege aktiv nutzen.