LandOi - Oberschwaben live erleben

UFFRUR! … on the road: Das Theater- und Musikspektakel des Landesmuseums Württemberg mit Auftritten an 16 Orten im Südwesten

Land Baden-Württemberg - Von April bis Oktober 2025 lässt das Landesmuseum Württemberg gemeinsam mit zahlreichen Partnern die Geschichte des Bauernkriegs lebendig werden. Spannend, unterhaltsam und mit allen Sinnen erlebbar, bringt das Theater- und Musikspektakel „UFFRUR! … on the road“ die Ereignisse von 1524/25 an 16 Schauplätze des Bauernkriegs im Südwesten Deutschlands. Die mobile Theater-Roadshow ist eines der insgesamt fünf Projekte der Großen Landesausstellung „500 Jahre Bauernkrieg“. Sie startet am 30. April mit der Premiere im Renaissancehof des Alten Schlosses in Stuttgart, wenige Tage nach der Eröffnung der kulturhistorischen Ausstellung „UFFRUR! Utopie und Widerstand im Bauernkrieg 1524/25“ im Kloster Schussenried.

„UFFRUR! … on the road“ wird gefördert aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, durch die Baden-Württemberg Stiftung und die Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg.

Geschichte vor Ort

Hintergrund der Entscheidung für ein mobiles Format ist die geografische Reichweite der kriegerischen Ereignisse. Diese breiteten sich 1524 und 1525 wie ein Flächenbrand aus – immer mehr Gruppen und Orte schlossen sich dem Aufstand an, von der Bodenseeregion über Oberschwaben, den Schwarzwald, das Neckartal, Hohenlohe und Tauberfranken bis in andere Teile des deutschsprachigen Raums. Bewaffnete „Bauernhaufen“ zogen zu Burgen und Klöstern, belagerten und überfielen sie. Überall herrschte Aufruhr – bis die Erhebung durch Truppen des „Schwäbischen Bundes“ niedergeschlagen wurde.

Das Event

Die Besucher sind eingeladen, aktiv teilzunehmen und mit allen Sinnen in die Zeit des frühen 16. Jahrhunderts einzutauchen. In einer bildstarken Erlebniswelt mit Jahrmarktcharakter verschmelzen performative, musikalische und multimediale Elemente. Dabei steht der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund – jedoch ohne den ernsten Hintergrund der historischen Geschehnisse aus den Augen zu verlieren. Das Publikum erwarten Musikbeiträge regionaler Musiker im Open-Stage-Format, Spielstationen, Picknickbereiche, Essens- und Getränkestände, Infobereiche und Figurentheater. So entsteht ein immersives Erlebnis, das die Ungerechtigkeiten der Epoche vergegenwärtigt. Bei der Umsetzung steht dem Landesmuseum Württemberg neben Akteuren in den Gastorten ein großes Team an Mitarbeitern zu Seite.

Inszenierung

Inmitten dieser Kulisse erzählt ein Theaterstück die Geschichte des Bauernkriegs und die Beweggründe der Menschen von damals. Der Narr führt als Zeremonienmeister und Reiseführer durch die Erzählung. In einer emotionalen Zeitreise mit packenden Texten und mitreißenden Liedern wird das Publikum mitten in die Welt des 16. Jahrhunderts geführt – und erlebt hautnah die Spannungen und den Schrecken des Bauernkriegs, aber auch die Hoffnung und Begeisterung des Widerstands. Anders als beim klassischen Reenactment möchte die Inszenierung eine lebendige Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Lebensverhältnissen der privilegierten und nicht-privilegierten Schichten ermöglichen und den Zuschauer*innen die Augen öffnen für Parallelen zu aktuellen sozialen Ungleichgewichten.
Die lokalen Ereignisse des Aufstands werden an den jeweiligen Orten miteinbezogen: Was geschah 1525 in Bretten, Laupheim oder Böblingen? Was trieb die Menschen zur großen „Uffrur“ – und was wäre passiert, wenn der größte Aufstand jener Zeit nicht blutig niedergeschlagen worden wäre? Das Stück regt zum Nachdenken an und lädt zu einem Austausch über diese Fragen ein. Nach dem Theaterstück öffnen sich die beiden Erlebniswelten, die bis dahin die Welt der Mächtigen und die Welt des „gemeinen Mannes“ voneinander getrennt haben. Ein Musikhighlight der jeweiligen Region sowie kulinarische Angebote laden zum Weiterfeiern ein.

Premiere am 30. April in Stuttgart

„UFFRUR! … on the road“ beginnt im Innenhof des Alten Schlosses in Stuttgart, Sitz des Landesmuseums Württemberg: Nach einer öffentlichen Generalprobe am 28. April findet dort die Premiere am Mittwoch, 30. April, statt. Anschließend macht die Roadshow zwischen 10. Mai und 12. Oktober an 15 Orten Station. Mit Schwerpunkt in Württemberg gibt es Abstecher nach Bayerisch-Schwaben, Baden, Hohenlohe und Franken.

„UFFRUR! … on the road“ auf einen Blick

Projektleitung: Jan-Christian Warnecke, Landesmuseum Württemberg Projektkoorination: Miriam Hertfelder, Landesmuseum Württemberg
Organisatorische und künstlerische Mitwirkung:
Produktion und Tourneeleitung: Kapuziner Kreativzentrum Ravensburg
Text: Carolyn Amann Regie und künstlerische Leitung: Martin Butler.

Tourdaten

Montag, 28. April: Stuttgart (öffentliche Generalprobe)
Mittwoch, 30. April: Stuttgart (Premiere)
Samstag, 10. Mai: Weingarten
Samstag, 17.Mai: Heilbronn
Sonntag, 18. Mai: Böblingen
Samstag, 24. Mai: Bretten
Sonntag, 1. Juni: Lauda-Königshofen
Sonntag, 15. Juni: Meßkirch
Samstag, 28. Juni: Rothenburg ob der Tauber
Sonntag, 29. Juni: Weinsberg
Freitag, 11. Juli: Memmingen
Montag, 13. Juli: Kirchheim unter Teck
Samstag, 19. Juli: Neuenstein
Sonntag, 27. Juli: Jagsthausen
Samstag, 2. August: Sulz am Neckar - Glatt
Samstag, 13. September: Laupheim
Sonntag, 12. Oktober: Maulbronn

Die Roadshow online: bauernkrieg-bw.de/uffrur-roadshow
Die Große Landesausstellung „500 Jahre Bauernkrieg“ online: www.bauernkrieg-bw.de

  • Bildrechte: Landesmuseum Württemberg, Jonathan Leliveldt
  • Quelle: Landesmuseum Württemberg

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