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Rückblick auf dunkle Kapitel: „Butter, Vieh, Vernichtung“ im Kempten-Museum

Kempten - Mit dem Projekt „Butter, Vieh, Vernichtung – Nationalsozialismus und Landwirtschaft im Allgäu“ haben Cultura Kulturveranstaltungen e.V. und die Stadt Kempten (Allgäu) in den vergangenen 1,5 Jahren ein besonderes Beispiel moderner Erinnerungsarbeit geschaffen. Am Donnerstag, 4. Dezember 2025, 19 Uhr, wird im Rahmen des „Bewegten Donnerstags“ im Kempten-Museum Bilanz gezogen. Das Projektteam gibt Einblicke in die wissenschaftliche Recherche, die künstlerisch-kreativen Beteiligungsformate sowie die Sonderausstellung in der Allgäuhalle, die im November zu Ende gegangen ist.

Forschung, Beteiligung und Ausstellung

Das Projekt verband historische Forschung mit partizipativen Ansätzen, um neue Zugänge zur NS-Geschichte im ländlichen Raum zu eröffnen. Die Recherche in kommunalen und privaten Archiven zeigte, wie tief Landwirtschaft und dörfliche Strukturen im Allgäu in den NS-Staat eingebunden waren. Parallel dazu entstanden Workshops, Erzählcafés und kreative Vermittlungsformate, die das Thema verschiedenen Altersgruppen zugänglich machten.

Zum Abschluss wurde in der Allgäuhalle / Halle II eine umfangreiche Sonderausstellung präsentiert. Mehr als 7.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Ergebnisse der Recherchen und die Beiträge der Beteiligten zu sehen. Die Verbindung von historischer Präzision und künstlerischen Impulsen prägte die gesamte Projektarbeit.

Ein Abend mit Projektteam und Diskussion

Im Kempten-Museum berichten die Projektbeteiligten über ihre Arbeitsprozesse, Herausforderungen und Erkenntnisse. Auf dem Podium stehen Dr. Christine Müller Horn, Dr. Veronika Heilmannseder, Roman Tischberger M.A., Patricia Müller, Julia Schindler sowie Grafikdesignerin Tanja Kapahnke. Die Veranstaltung wird zusätzlich live über die Homepage und den YouTube-Kanal des Kempten-Museums übertragen.

Gedenkveranstaltung an der Allgäuhalle

Bereits um 17 Uhr beginnt an der Allgäuhalle (Halle II) eine Gedenkfeier. Die Stadt Kempten (Allgäu), vertreten durch Oberbürgermeister Thomas Kiechle, würdigt dort gemeinsam mit dem Projektträger den historischen Ort, der in der NS-Zeit als KZ-Außenlager diente. Die Veranstaltung bildet den offiziellen Abschluss des Projekts und erinnert an die Bedeutung des Gedenkens im regionalen Kontext.

Hintergrund zum Projekt

„Butter, Vieh, Vernichtung – Nationalsozialismus und Landwirtschaft im Allgäu“ wurde von Juni 2024 bis Dezember 2025 durchgeführt und im Förderprogramm Bildungsagenda NS-Unrecht vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) sowie der Stiftung EVZ gefördert. Das Projekt beleuchtet die Rolle des ländlichen Raums im NS-System und zeigt, wie Geschichtsvermittlung heute sowohl historisch fundiert als auch partizipativ gestaltet werden kann. Schirmherr ist Bundesminister a.D. Dr. Dr. h.c. Theo Waigel.

Informationen zur Veranstaltung

Bewegter Donnerstag: Projektbericht „Butter, Vieh, Vernichtung“
04.12.2025, 19 Uhr, Kempten-Museum, Residenzplatz 31
Livestream auf www.kempten-museum.de und YouTube (@KemptenMuseum)
Eintritt: 5 € (Livestream kostenlos)
Kartenreservierung über Online-Formular, per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter 0831/2525-7777. Abendkasse ab 18.30 Uhr.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.butterviehvernichtung.de sowie zum „Bewegten Donnerstag“ auf www.kempten-museum.de.

  • Bildrechte: Karl Jena © Cultura Kulturveranstaltungen e.V. / Kulturamt Kempten
  • Quelle: Kulturamt Kempten

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