Ravensburg - Die Bio-Musterregionen Bodensee und Ravensburg bündeln ihre Kräfte: Zehn bio-zertifizierte Solidarische Landwirtschaften (Solawis) aus einem Gebiet zwischen Argenbühl und Konstanz starten in ein gemeinsames Projekt, das ihre Arbeit sichtbarer machen und neue Mitglieder gewinnen soll. Die Initiative möchte die ökologische, gemeinschaftsgetragene Lebensmittelproduktion der Region stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken – und zeigt damit, wie regionales Engagement und nachhaltige Ernährung zusammenspielen.
Solawi bedeutet, dass Verbraucherinnen und Verbraucher Verantwortung teilen: für Anbau, Ernte und Finanzierung. Wie Betriebsleiter David Steyer von der Solawi Ravensburg betont, verbindet die bio-zertifizierte Form dieses Modells solidarische Prinzipien mit kontrolliert ökologischem Landbau. Genau hier setzt das neue Projekt an: Durch gemeinsames Auftreten sollen Interessierte leichter eine passende Solawi in ihrer Nähe finden und direkt mit den Produzierenden in Kontakt treten.
Auch Katharina Eckel, Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Ravensburg, hebt den Wert hervor: Solawis stärken regionale Ernährungssouveränität und leisten einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Landwirtschaft. Die gemeinsame Plattform soll Reichweite schaffen – und auch ganz praktisch beim Mitgliedergewinn unterstützen.
Aktuell sind bei vielen teilnehmenden Betrieben noch freie Anteile für das kommende Gemüsejahr verfügbar. Wer einsteigen möchte, kann ab 2026 frisch geerntete, saisonale und biologische Gemüseanteile beziehen – regional erzeugt und solidarisch finanziert.
Weitere Informationen sowie die Liste aller zehn beteiligten Solawis finden sich unter www.biomusterregionen-bw.de/solawi