Dornbirn - Hochwassersicherheit und Naturvielfalt: dass bei einer Bachsanierung beide Aspekte wichtig und umsetzbar sind, zeigt die Sanierung des Haselstauderebachs in Dornbirn Stiglingen. Hier wurden in den vergangenen Wochen Schadstellen Instand gesetzt, Ufersicherungen eingebaut und Maßnahmen zur Stabilisierung der Sohle durchgeführt. „Unsere Flüsse und Bäche sichern für Pflanzen und Tiere wichtige Lebensräume im städtischen Siedlungsgebiet. Mit der naturnahen Sanierung der Bachläufe schaffen wir Hochwassersicherheit aber auch Naturräume für Flora und Fauna“, berichtet Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann. Vergangene Woche erfolgte ein Teil der Bepflanzung. Als Helfer konnten die Kinder vom Zwergengarten Haselstauden gewonnen werden. „Die Begeisterung der Kinder zeigt, dass es wichtig ist, für die Zukunft Akzente zu setzten. Die naturnahe Gestaltung der Sanierung schafft auch attraktive Naherholungsgebiete für die Bevölkerung“, ergänzt Vizebürgermeister Markus Fäßler. Neben gewässertypischen Pflanzen wurden auch insektenfreundliche Sträucher als Ufergehölz versetzt. Damit können zusätzliche Nahrungsangebote, sowie Nist- und Brutstätten zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt ist Teil des Engagements Dornbirns als Bee-Deal Stadt im Bodenseeraum.

Durch einen sensiblen Umgang mit den Gewässern und der Natur können auch im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen nachhaltige Umweltmaßnahmen gesetzt werden. Das ist eine wichtige Grundlage bei der Sanierung der Dornbirner Fließgewässer. Der aktuell umgesetzte Abschnitt ist Teil des Projektes „Haselstauderbach“. In Abstimmung mit dem Land Vorarlberg sowie der Wildbach und Lawinenverbauung sind an diesem Gewässer in den kommenden Jahren weitere Ausbau- und Sanierungsabschnitte vorgesehen. Der Haselstauderbach entspringt oberhalb des Naturschutzgebietes Fohramoos und entwässert die östliche Talflanke des Rheintals vom Fallenberg über Rickatschwende, Ammenegg bis Heilgereuthe. Nach dem Durchfluss durch Haselstauden bildet er im Bereich Stiglingen die nördliche Siedlungsgrenze und mündet im Bereich Martinsruh in den Fussenauerkanal.

Die Betreuung dieses Gewässersystems ist Aufgabe der Stadt Dornbirn. Dabei gilt es neben dem Hochwasserschutz auch die Gewässergüte und die Gewässerökologie samt dem unmittelbaren Umfeld laufend zu erhalten und nach Möglichkeit zu verbessern. Insgesamt umfasst das Fließgewässernetz in Dornbirn mehr als 380 Kilometer. Die Stadt Dornbirn hat in den vergangenen fünf Jahren zusammen mit dem Bund und dem Land Vorarlberg für Sanierungs- und Ausbauarbeiten jährlich rund drei Millionen Euro investiert.