Ravensburg - Die starken Schneefälle der vergangenen Stunden führten am gestrigen Tag und in der vergangenen Nacht im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg teils zu massiven Verkehrsbehinderungen. Insbesondere in den Höhenlagen des Allgäus, des Linzgaus und der Schwäbischen Alb sorgten liegengebliebene Lkw auf schneeglatten Fahrbahnen in Steigungsbereichen für lange Staus. Auf der A 96 zwischen den Anschlussstellen Wangen und Kißlegg ("Dürrener Steige") kam der Verkehr beginnend ab gestern Nachmittag über Stunden zum Erliegen. Lkw fuhren sich fest und konnten nur mühsam wieder ins Rollen gebracht werden. Im weiteren Verlauf wechselte sich Stopp-and-Go immer wieder mit vollständigem Stillstand ab. Es bildete sich zeitweise ein bis zu 15 km langer Rückstau, auch die Umleitungsstrecken rund um Wangen im Allgäu waren überlastet. Erst gegen 23 Uhr normalisierte sich die Situation auf der Autobahn wieder, nachdem die Schneefälle nachgelassen hatten. Im Zeitraum von gestern Vormittag 11 Uhr bis heute Morgen 8 Uhr kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ravensburg zu 50 witterungsbedingten Verkehrsunfällen, bei welchen überwiegend nur Sachschaden entstand. 21 Unfälle davon ereigneten sich im Landkreis Ravensburg, hier wurde eine Person leicht verletzt. Im Bodenseekreis kam es zu zehn Unfällen, wobei drei Personen leicht verletzt wurden. Im Landkreis Sigmaringen verzeichnete die Polizei 19 Witterungsunfälle, wobei eine Person leichte Verletzungen erlitt. Die Höhe des insgesamt entstandenen Sachschadens kann aktuell nicht beziffert werden.

Für die kommenden Tage kündigen die Wetterdienste erneut Schneefälle zwischen Alb, Bodensee und Allgäu an, weshalb die Polizei dringend an die Verkehrsteilnehmer appelliert:

  • Benutzen Sie Ihr Fahrzeug nur wenn unbedingt nötig, weichen Sie alternativ auf öffentliche Verkehrsmittel aus. Ansonsten sind Winterreifen obligatorisch und müssen eine ausreichende Profiltiefe aufweisen. Das Fahrzeug muss insgesamt winterfest sein.
  • Fahren Sie stets mit angepasster Geschwindigkeit! Die zulässige Höchstgeschwindigkeit gilt nur bei idealen Fahrbahnverhältnissen und ist daher auf Schnee und Glätte in der Regel deutlich zu schnell!
  • Schneeglätte oder auch überfrierende Nässe kann plötzlich auftreten - fahren Sie vorausschauend, beschleunigen Sie sanft und bremsen Sie mit Bedacht!
  • Halten Sie großen Abstand zum Vorausfahrenden, da sich der Bremsweg erheblich verlängert! Bei einem unvorhergesehenen Bremsmanöver des Vordermanns ist ein Auffahrunfall sonst unausweichlich.